Bezirkegruene.at
Navigation:
am 10. Juli

Hofkirchner Gemeinderat beschließt Resolution an die österreichische Bundesregierung

Franz KAISER - Resolution „Lehre für Asylwerbende in Mangelberufen“ mehrheitlich beschlossen

Das Erfolgsprojekt „Lehre für Asylwerbende in Mangelberufen“ ist in Gefahr. Aktuell nehmen die negativen Asylentscheidungen auch für Menschen in Lehre zu. Es ist bereits zu Abschiebungen gekommen – direkt vom Lehrplatz. Grund genug für die Grünen Hofkirchen eine Resolution einzubringen. „Diese massive Verunsicherung bei den betroffenen Lehrlingen und in den Betrieben gehört beendet“, begründet der Fraktionsvorsitzende der Grünen Hofkirchen, Franz Kaiser, den Antrag in dem die Grünen von der Bundesregierung die Aussetzung der Abschiebungen von Menschen in Lehre und Ausbildung fordern.

Eine der größten Chancen für die Integration ist die Eingliederung von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt. Eine Chance für die Betroffenen selbst, aber auch für die Unternehmen und unsere Gesellschaft. Die Lehre in Mangelberufen ist eine der wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylwerbende. Denn gerade in diesem Bereich suchen Betriebe händeringend nach Arbeitskräften – auch bei uns im Bezirk Rohrbach. In Deutschland wurde bereits 2015 eine klare Lösung dieses Problems von Negativbescheiden für Asylwerbende in Lehre bzw. Ausbildung verwirklicht. Mit dem „3+2-Modell“ wird in Deutschland garantiert, dass es während der zumeist 3-jährigen Ausbildungszeit und der ersten beiden Arbeitsjahre aufgrund einer Duldung zu keiner Abschiebung kommt. „Die Lehre für Asylwerbende ist eine riesige Chance, die uns nicht genommen werden darf. Es muss für die Betriebe und die Auszubildenden die Sicherheit geben, dass es zu keiner überraschenden Abschiebung kommt – das führt zu einer Win-win-Situation sowohl für die Jugendlichen und für die ausbildenden Unternehmen“, ist Kaiser überzeugt.

Der Antrag der Grünen „Die österreichische Bundesregierung wird aufgefordert im Sinne der Ausbildungs-sicherheit für Lehrlinge und die ausbildenden Unternehmen, welche ansonsten keine Lehrlinge hätten, eine Lösung nach Vorbild des deutschen 3+2 Modells oder ähnliches zur Verhinderung der Abschiebung von Lehrlingen zu verwirklichen, um damit die Fachkräftezukunft des Wirtschaftsstandortes Österreich zu sichern.“ wurde vom Hofkirchner Gemeinderat mehrheitlich mit 17 Stimmen angenommen.



Jetzt spenden!